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Kantonsschule Büelrain

Gestaltung: Klasse 3I
Projektleitung: Don Kodiyan
Mario Tarreghetta
Auftraggeber: Dr. Erwin Eugster
Bild- und Textinhalte: Dr. Erwin Eugster

Rosenstrasse 1
8400 Winterthur
T 052 260 03 03
F 052 260 03 13

Gedanken zum Jubiläum

Die Urkunde vom 22. Juni 1264

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Warum wurden diese Rechte gerade 1264 (erstmals?) schriftlich fixiert? War Rudolf überhaupt befugt, dies zu tun, wo doch der letzte Kyburger noch lebte und nachweislich handlungsfähig war? Warum hat man im Dokument zahlreiche bestehende rechtliche Traditionen weggelassen? Entsprachen Rudolfs Bestimmungen der Winterthurer Rechtswirklichkeit?

Fragen über Fragen. Kann ein solches Dokument überhaupt Anlass für ein grosses Stadtjubiläum sein? Mehr...

Anfänge bis um 1300

«Vitudurum» und «Winterture»

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«Wintarduro» oder «Ventertura» ist vor dem 13. Jahrhundert zwar vereinzelt als Beurkundungsort von Handlungen des Klosters St. Gallen belegt. Aber nur eine einzige dieser Urkunden betrifft eindeutig die heutige Winterthurer Altstadt (1180), da sie von der heutigen Stadtkirche als «Kapelle» der Kirche in Oberwinterthur spricht. Deshalb ging man bis vor zwanzig Jahren davon aus, Mehr...

14. Jh. bis 1550

Zwischen Abhängigkeit und Autonomie

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Mit dem Aussterben der Grafen von Kyburg kam Winterthur an die Habsburger, bei welchen es - mit einem markanten Unterbruch um 1415 - bis 1467 blieb. Bis um 1300 waren die Kontakte zwischen Habsburg und Winterthur intensiv. Letzteres scheint ein wichtiger Pfeiler der Habsburger gewesen zu sein in deren Bestreben, sich im Raum der heutigen Nordschweiz ein geschlossenes Territorium aufzubauen. Winterthur erhielt mehrere Stadtrechtsprivilegien. Mehr...

1550 bis 1750

Blühend, aber ein politisches Leichtgewicht

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Die Winterthurerinnen und Winterthurer brauchten auch im 16. und 17. Jahrhundert viel Energie, um ihren Status als etwas «besondere» Landstadt im Zürcher Staat gegen die Zürcher Ratsherren zu behaupten. Fragen wie jene, warum der Zürcher Wappenlöwe den Schweif hängen lasse, die Winterthurer Löwen hingegen den ihrigen stolz emporreckten, konnten zu erbitterten Polemiken, diplomatischen Verstimmungen und sogar zu Gefängnisstrafen führen. Mehr...

1750 bis 1850

An der Schwelle zur Industriestadt

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Die Jahre zwischen 1750 und 1850 waren auch in Winterthur eine Zeit des Umbruchs. Augenfällig wurde dies ab dem Jahr 1835, als die Stadtmauer verschwand, die Gräben eingeebnet wurden und die Türme fielen. Das alles seien «nutzlose Überreste einer verschwundenen Zeit». Das Verschwinden der Stadtbefestigung manifestierte nicht nur, dass jetzt auch in Winterthur die Gleichheit von Stadt und Land gelte. Es eröffnete auch eine bessere verkehrmässige Erschliessung und ermöglichte eine ungebremste Bautätigkeit. Mehr...

1850 bis 2014

Stadtentwicklung, Städtebau

1855 fuhr der erste Dampfzug der Nordostbahn in den Bahnhof Winterthur ein. Dieser lag weder am Fusse des Heiligbergs, wie es der Stadtrat gewünscht hatte, noch im Norden der Stadt, wie es die Gemeindeversammlung vorgeschlagen hatte, sondern auf Wunsch der Bahn am heutigen Standort am Untertor. Dies brachte der Stadt auf Jahrzehnte hinaus gravierende städtebauliche Probleme. Mehr...

Demografische und politische Entwicklung

1850 war Winterthur eine Stadt mit 5341 Einwohnerinnen und Einwohnern. Zählt man die Menschen der 1922 eingemeindeten Vororte dazu, dann wohnten auf dem Gebiet der heutigen Stadt 13 651 Personen. Die Stadt wuchs mit der Industrie. Schon 1870 waren es 19 496 Personen, wobei die Bevölkerung der Kernstadt mit 76% überproportional gewachsen war. Dort waren 11.8% Ausländer. 1900 zählte Winterthur bereits 40 961 Einwohner. Mehr...

Medien

Noch im 18. Jahrhundert hatten die Zürcher Herren den Winterthurern untersagt, eine eigene Druckerei zu betreiben. Zu gross schien ihnen das Risiko, dass politisch missliebige Inhalte gedruckt werden könnten. Die Durchsetzung der Pressefreiheit bot die Möglichkeit, Zeitungen als politische Instrumente herauszugeben. Die Geschichte des Winterthurer Medienplatzes ist deshalb eng verknüpft mit der politischen Geschichte der Stadt. Mehr...

Wirtschaftliche und soziale Entwicklung

Winterthur war noch um 1850 vom Handel und nicht von den späteren Schwergewichten Sulzer, Rieter und SLM geprägt. Handelshäuser wie Geilinger&Blum und Biederman verfügten wie die 1851 von den Gebrüdern Volkart gegründete Handelsfirma weltweit über zahlreiche Niederlassungen. Diese Kreise waren auch massgeblich am Entstehen eines Winterthurer Finanzplatzes beteiligt. Mehr...

Verkehr, städtische Infrastruktur

Winterthur, der Verkehrsknoten am Eingang zur Ostschweiz: Diese Position im schweizerischen Verkehrssystem war eine wichtige Grundlage für die Entwicklung der Handels- und Industriestadt im 19. Jahrhundert. Ab 1833 wurde das kantonalzüricherische Strassennetz aufgebaut. Moderne, befestigte und entwässerte Strassen ersetzen die alten Erdwege und verbanden Winterthur mit Zürich und Schaffhausen (1842), St. Gallen/Rorschach (1850) und dem unteren und oberen Tösstal (1852/56). Mehr...

Religion und Bildung

Mit der liberalen Neuordnung der 1830er-Jahre übernahm der Staat mit dem Geburten- und Sterberegister, dem Ehewesen, der Schulbildung und der Armenfürsorge zusätzliche Aufgabenbereiche, für welche bisher ausschliesslich oder vorwiegend die Kirche verantwortlich gewesen war. Der gesellschaftliche Wandel schlug sich auch im Kirchenbesuch nieder: Mehr...

Kultur

Bis weit in das 20. Jahrhundert hinein war die Kultur das Spiegelbild der gesellschaftlichen Gegensätze: Die Arbeiterschaft ging ihre eigenen kulturellen Wege, Katholiken trafen sich unter ihresgleichen. Das unternehmerische und gebildete Bürgertum entfaltete vielfältige kulturelle Aktivitäten. Parallel zum Aufstieg von Grosshandel und Grossindustrie prägte ein Mäzenatentum die Stadt. Mehr...

Freizeit

Römerzeit bis 13. Jh.